Personalvermittlung Osteuropa: Was Sie beachten müssen!

2019/09/15
Personalvermittlung Osteuropa: Was Sie beachten müssen!

Mittlerweile hat jedes zweite Unternehmen in Deutschland mit Fachkräftemangel zu kämpfen, da viele Arbeitnehmer nicht die gewünschten Qualifikationen vorweisen. In der Folge kommt es bei einer Vielzahl von Unternehmen zu Gewinnverlusten, weswegen diese immer mehr auf Agenturen zurückgreifen, die sich auf die Personalvermittlung von ausländischem Per-sonal spezialisiert haben – vor allem im osteuropäischen Bereich. Wir erklären Ihnen, was Sie beachten müssen, wenn Sie Arbeitnehmer aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern beschäftigen möchten.

Arbeitnehmerüberlassung Arbeitsvertrag: Die richtige Ausgestaltung

Bei der Personalvermittlung Osteuropa sind zwei Verträge notwendig. Einer mit der deutschen Agentur und ein weiterer, der mit dem Arbeitgeber in Osteuropa abgeschlossen werden muss. Im Dienstvertrag muss die Leistung hierbei genau beschrieben werden, da lediglich der osteuropäische Arbeitgeber weisungsbefugt ist. Ebenfalls muss darauf geachtet werden, dass es sich bei dem entsendenden Unternehmen nicht um eine Vermittlungs- oder Personalagentur handelt, da sich der Unternehmenszweck nicht auf die Entsendung von Personal beschränken darf.

A1 Bescheinigung bei Pflegekräften

Möchten Sie ausländische Pflegekräfte einstellen, ist es wichtig, dass diese eine A1 Bescheinigung besitzen. Hierdurch wird die ordnungsgemäße Sozialversicherung im Heimatland bestätigt. Allerdings gilt es, bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, um dieses Dokument zu erhalten: Das entsendende Unternehmen muss einen Großteil des Umsatzes im Heimatland machen und seine Angestellten primär im Heimatland beschäftigen.

Mindestlohn auch für ausländische Arbeiter

Beschäftigen Sie osteuropäische Mitarbeiter, haben auch diese Anspruch auf den in Deutschland geltenden Mindestlohn, der aktuell bei 9,19€ liegt. Dieser gilt unabhängig von der Staatsangehörigkeit und dem Wohnsitz Ihres Arbeitnehmers und muss auch dann eingehalten werden, wenn die Arbeitskraft nur für eine bestimmte Zeit in Deutschland tätig ist. Verstöße können mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Arbeitsvermittlung Polen: Risiken vermeiden

Die Anzahl der unseriösen Vermittlungsagenturen steigt stetig – und mit ihnen auch die Risiken. Oft vermitteln diese selbstständige Arbeitskräfte in Privathaushalte, beispielsweise wenn es um die Seniorenpflege geht. Doch hier sollte man besonders aufpassen, denn nicht selten liegt hier eine Scheinselbstständigkeit vor. Wenn Sie sich dafür entscheiden, eine selbstständige Kraft einzustellen, sollten Sie in jedem Fall sichergehen, dass diese ein Gewerbe angemeldet und mehrere Auftraggeber hat, sonst können schonmal Bußgeld, Strafanzeige oder Verurteilung drohen.

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Vertragsverhältnisse

Wenn Sie auf osteuropäische Hilfskräfte zurückgreifen, bleibt das Arbeitsverhältnis zwischen dem entsendenden Unternehmen und Ihrer Arbeitskraft stets bestehen. Dementsprechend haben Sie als Auftraggeber nicht die Berechtigung, Änderungen vorzunehmen – sei es bei der Art oder dem Umfang der Tätigkeit. Hier steht das Weisungsrecht lediglich dem Arbeitgeber zu. Möchten Sie also gewisse Änderungen vornehmen, müssen Sie diese zunächst mit Ihrem Vertragspartner vereinbaren.

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Wie Sie merken, gibt es im Bereich der Personalvermittlung Polen einige Dinge, auf die Sie sich vorbereiten sollten. Hier kann es sich lohnen, eine Checkliste anzulegen, um Stolpersteine zu vermeiden. Doch die Arbeit lohnt sich. Seien es polnische Handwerker, polnische Erntehelfer oder polnische Pflegekräfte – Mithilfe kompetenter polnischer Arbeitskräfte lässt sich Personalknappheit einfach beheben und das Risiko des Gewinnverlusts minimieren.

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