Arbeitnehmer auf dem deutschen Arbeitsmarkt und der angekündigte Konjunkturabschwung in der Wirtschaft

2019/07/29
Man hört immer öfters über die ankommende Verlangsamung der Wirtschaft in Deutschland. Im April dieses Jahres hat das deutsche Ministerium seine BIG-Wachstum-Prognosen im Jahre 2019 bis auf 0,5% reduziert. Wir hören immer öfters Stimmen über die kommende Konjunkturabschwächung in Deutschland. Im April dieses Jahres senkte das Bundesumweltministerium seine Schätzungen für das BIP-Wachstum 2019 auf 0,5%. Das ist halb so viel wie bei früheren Prognosen. Dies ist eine weitere Abwärtskorrekturen seit der letztjährigen Prognose von 2,1 % des BIP-Wachstums. Aus der Sicht der Zeitarbeitagenturen können wir diesen Trend jedoch nicht bestätigen.

Nach Angaben aus dem dritten Quartal 2018 benötigt der deutsche Markt ungefähr 1,24 Millionen Fachleute. Das Beschäftigungsangebot wird immer breiter und die Löhne in dem Bereich steigen.

Da der Arbeitsmarkt kein Vakuum erträgt, nutzt er ausländische Arbeiter. Nachbarländer wie Polen scheinen eine natürliche Unterstützung zu sein. Polnische Zeitarbeitskräfte sind seit Jahren eine große Unterstützung für die deutsche Wirtschaft. Sie haben sich im Laufe der Jahre einen guten Ruf bei deutschen Unternehmern aufgebaut. Sie werden als zuverlässige und engagierte Mitarbeiter mit einer ähnlichen Kultur und schnellen Anpassungsfähigkeiten angesehen, die zudem noch gut Deutsch sprechen.

Höhere Löhne sind nach wie vor der Hauptgrund für die Aufnahme von Zeitarbeit in Deutschland. Sie können in qualifizierten Jobs doppelt so viel verdienen wie in ihrem Heimatland. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass wir in letzter Zeit erhebliche Veränderungen in diesem Bereich beobachtet haben. Noch vor zwei Jahren war es kein großes Problem, Arbeitnehmer aus Polen für den niedrigsten akzeptablen Lohn zu finden, aber heute ist es absolut unmöglich. Als Zeitarbeitsfirma sehen wir, dass polnische Arbeitnehmer an einer Beschäftigung in Deutschland interessiert sind, aber nach einem höheren Gehalt und Fachpositionen suchen, in denen sie ihre Kompetenzen und Kenntnisse einbringen können. Basisjobs, die nicht viel Know-how erfordern, sind für sie nicht mehr von Interesse.

Niedrige Posten in deutschen Unternehmen werden zunehmend von Mitarbeitern aus Tschechien, Ungarn, Bulgarien und Rumänien besetzt. Die meisten von ihnen sprechen jedoch kein gutes Deutsch. Die polnischen Arbeiter sind im Vergleich zu ihnen viel besser dran. Sie haben eine ähnliche Einstellung zur Welt und zum Leben wie Deutsche und integrieren sich dank ihrer guten Kenntnisse der deutschen Sprache leicht in die neue Umgebung. Als Nachbarland, vor allem in ihren westlichen Regionen, lernen die Schüler bereits in der Grundschule die Sprache ihrer westlichen Nachbarn.

Bald wird sich zeigen, inwieweit das Wissen über Kultur und Sprache sowie eine ähnliche Weltanschauung die Polen an der Spitze der Beschäftigung in Deutschland halten wird und inwieweit die Öffnung der Grenzen für Arbeitnehmer von außerhalb der Europäischen Union ab dem 1. Januar 2020 dieses Kräfteverhältnis verändern wird.